Bismarckturm

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Der Bismarckturm

Der Bismarckturm am Südwesthang des Rohrbergs im Weißenburger Stadtteil Hagenbuch ist ein Aussichtsturm und zugleich Denkmal an den Reichskanzler Otto von Bismarck.

Geschichte

Am 29. November 1903 besprachen drei Weißenburger Bürger mit dem damaligen Bürgermeister Hans Küfner den Bau eines Bismarckdenkmales. Am 10. Juni 1904 wurde der "Verein zur Errichtung eines Bismarckturmes auf der Wülzburg" mit 107 Mitgliedern gegründet. Vorsitzender war der Forstmeister Krebs. Die Mitglieder entschieden sich für den Entwurf "Götterdämmerung" des Architekten Wilhelm Kreis. Dieser Entwurf war sehr beliebt und wurde deutschlandweit 47 mal umgesetzt.

Die Benötigung für den Bau in Weißenburg wurde auf die Summe von 11.500 Mark geschätzt, welche sich jedoch um 2.500 Mark erhöhte. Nachdem sich herausstellte, dass die Wülzburg kein geeigneter Ort für den Bismarckturm sei, da dort die Entzündung der Feuerschale an Feierlichkeiten nicht wahrnehmbar sei, wurde die Entscheidung für den Standort am Rohrberg getroffen. Die Gruppe nannte sich nur noch "Verein zur Errichtung eines Bismarckturmes".

Die Bauarbeiten begannen im Herbst 1910 und endeten im Frühjahr 1911. Am 24. Juni 1911 wurde das Denkmal mit einem Festzug, einer darauffolgenden Begrüßungsrede und der Übergabe des Bismarckturmschlüssels an den Bürgermeister August Lober eingeweiht. Am 20. Dezember 1911 wurde der Verein aufgelöst. Bis es 1919 zu einer Knappheit an Brennmasse kam, wurde jedes Jahr zu Bismarcks Geburtstag am 1. April die Feuerschale entzündet.[1]

Zwischen 2001 und 2003 wurde der Bau saniert.

Beschreibung

Der Turm besitzt eine Höhe von 12,65 Meter. Es führt eine Wendeltreppe mit 46 Stufen zur Aussichtsplattform. Dort befindet sich eine quadratische Feuerschale aus Eisen. Das Baumaterial für die Turmfasse wurde im Stadtwald abgebaut.

Galerie

Weblinks

Fußnoten

  1. http://www.bismarcktuerme.de/ebene4/bayern/weisse.html