Low Flight Area 7: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Landkreis Weissenburg - Gunzenhausen bildet das Zentrum eines Tieffluggebietes in Deutschland
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Der [[Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen]] befindet sich in der '''Low Flight Area 7''' (Tieffluggebiet 7) der Bundesrepublik Deutschland.
  
 
== Tieffluggebiet 7 ==
 
== Tieffluggebiet 7 ==
Der Landkreis Weissenburg - Gunzenhausen bildet das Zentrum der Low Flight Area 7 (Tieffluggebiet 7) der Bundesrepublik Deutschland, in dem Militärische Luftfahrzeuge den Tiefflug trainieren können.  
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In der Low Flight Area 7 (LFA 7) der Bundesrepublik Deutschland können militärische Luftfahrzeuge den Tiefflug trainieren.<ref>[http://www.mil-aip.de/pams/aip/enr/ET_ENR_5_2_en.pdf Militärisches Luftfahrthandbuch der BRD, nicht einsehbar]</ref>
  
Die LFA 7 erstreckt sich über den Bereich Crailsheim - Ellwangen - Donauwörth - Eichstätt - Roth - Ansbach und schließt dabei Kreisförmig die Stadtgebiete Bopfingen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Nördlingen, Gunzenhausen, Treuchtlingen und Weissenburg aus.
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Die LFA 7 erstreckt sich über einen Bereich, der von den Städten Crailsheim, Ellwangen, Donauwörth, Eichstätt, Roth und Ansbach eingerahmt wird. Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt damit komplett innerhalb der LFA 7. Die Stadtgebiete Bopfingen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Nördlingen, [[Gunzenhausen]], [[Treuchtlingen]] und [[Weißenburg]] sind kreisförmig mit 1,8&nbsp;km Radius ab dem Stadtzentrum ausgenommen, hier findet kein Tiefflug statt.
  
Das Gebiet darf von Montag bis Freitag ab 30 Minuten vor Sonnenaufgang bis 24 Uhr im Tiefflug beflogen werden. Von 1. Mai bis 31. Oktober gilt zudem ein Tiefflugverbot während der Mittagszeit von 11:30 bis 12:30 Uhr. Die Regelung kann jederzeit vom Bundesministerium der Verteidiung, beispielsweise bei Manövern, ausgesetzt werden. Tiefflugübungen finden heute in der Regel in einer Höhe zwischen 300 und 450 Metern statt.
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Das Gebiet darf von Montag bis Freitag ab 30 Minuten vor Sonnenaufgang bis 24&nbsp;Uhr im Tiefflug beflogen werden. Von 1. Mai bis 31. Oktober gilt zudem ein Tiefflugverbot während der Mittagszeit von 11:30&nbsp;bis 12:30&nbsp;Uhr. Die Regelung kann jederzeit vom Bundesministerium der Verteidigung, beispielsweise bei Manövern, ausgesetzt werden. Tiefflugübungen finden in der Regel in einer Höhe zwischen 300 und 450 Metern statt.
  
Vor Einführung der Tieffluggebiete war, insbesondere in der Zeit des Kalten Krieges, militärischer Tiefflug im gesamten Bundesgebiet ausgenommen einiger Sperrzonen in Flughöhen ab 150m erlaubt. Hinzu kamen Tiefstfluggebiete, in denen bis auf 75m über Grund mit hoher Unterschallgeschwindigkeit geflogen werden durfte, wozu auch Teile der heutigen LFA 7 gehörten.  
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Vor Einführung der Tieffluggebiete war, insbesondere in der Zeit des ''Kalten Krieges'', militärischer Tiefflug im gesamten Bundesgebiet ausgenommen einiger Sperrzonen in Flughöhen ab 150&nbsp;m erlaubt. Hinzu kamen Tiefstfluggebiete, in denen bis auf 75&nbsp;m über Grund mit hoher Unterschallgeschwindigkeit geflogen werden durfte, wozu auch Teile der heutigen LFA 7 gehörten.  
  
Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks wurden 1990 sieben räumlich begrenzte Tieffluggebiete für Flughöhen bis 75m geschaffen. In diesen sieben Gebieten ist derzeit die Nutzung von Flughöhen unter 300m ausgesetzt und nur auf gesonderte Weisung durch das Bundesministerium der Verteidigung in Einzelfällen gestattet, in der LFA 7 komplett ausgesetzt.
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Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks wurden 1990 sieben räumlich begrenzte Tieffluggebiete für Flughöhen bis 75&nbsp;m geschaffen. In diesen sieben Gebieten ist derzeit die Nutzung von Flughöhen unter 300&nbsp;m ausgesetzt und nur auf gesonderte Weisung durch das Bundesministerium der Verteidigung in Einzelfällen gestattet, in der LFA 7 ist diese Nutzung komplett ausgesetzt.
  
Die LFA 7 ist nicht Deckungsgleich mit den Hubschrauberflugkoordinierungsgebieten (HFCA) Roth und Ansbach, in den Flüge bis 100 Fuß (Tag) bzw. 500 Fuß (Nacht) sowie Aussenlandungen gestattet sind.
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Die LFA 7 ist nicht deckungsgleich mit den Hubschrauberflugkoordinierungsgebieten (HFCA) Roth und Ansbach, in den Flüge bis 100&nbsp;Fuß (Tag) bzw. 500&nbsp;Fuß (Nacht) sowie Außenlandungen gestattet sind.
  
 
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== Weblinks ==
 
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[http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefflug Siehe Thema Tiefflug bei Wikipedia]
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefflug Siehe Thema Tiefflug bei Wikipedia]
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[[Kategorie:Geographie]]

Aktuelle Version vom 16. Februar 2015, 22:08 Uhr

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen befindet sich in der Low Flight Area 7 (Tieffluggebiet 7) der Bundesrepublik Deutschland.

Tieffluggebiet 7

In der Low Flight Area 7 (LFA 7) der Bundesrepublik Deutschland können militärische Luftfahrzeuge den Tiefflug trainieren.[1]

Die LFA 7 erstreckt sich über einen Bereich, der von den Städten Crailsheim, Ellwangen, Donauwörth, Eichstätt, Roth und Ansbach eingerahmt wird. Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen liegt damit komplett innerhalb der LFA 7. Die Stadtgebiete Bopfingen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Nördlingen, Gunzenhausen, Treuchtlingen und Weißenburg sind kreisförmig mit 1,8 km Radius ab dem Stadtzentrum ausgenommen, hier findet kein Tiefflug statt.

Das Gebiet darf von Montag bis Freitag ab 30 Minuten vor Sonnenaufgang bis 24 Uhr im Tiefflug beflogen werden. Von 1. Mai bis 31. Oktober gilt zudem ein Tiefflugverbot während der Mittagszeit von 11:30 bis 12:30 Uhr. Die Regelung kann jederzeit vom Bundesministerium der Verteidigung, beispielsweise bei Manövern, ausgesetzt werden. Tiefflugübungen finden in der Regel in einer Höhe zwischen 300 und 450 Metern statt.

Vor Einführung der Tieffluggebiete war, insbesondere in der Zeit des Kalten Krieges, militärischer Tiefflug im gesamten Bundesgebiet ausgenommen einiger Sperrzonen in Flughöhen ab 150 m erlaubt. Hinzu kamen Tiefstfluggebiete, in denen bis auf 75 m über Grund mit hoher Unterschallgeschwindigkeit geflogen werden durfte, wozu auch Teile der heutigen LFA 7 gehörten.

Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks wurden 1990 sieben räumlich begrenzte Tieffluggebiete für Flughöhen bis 75 m geschaffen. In diesen sieben Gebieten ist derzeit die Nutzung von Flughöhen unter 300 m ausgesetzt und nur auf gesonderte Weisung durch das Bundesministerium der Verteidigung in Einzelfällen gestattet, in der LFA 7 ist diese Nutzung komplett ausgesetzt.

Die LFA 7 ist nicht deckungsgleich mit den Hubschrauberflugkoordinierungsgebieten (HFCA) Roth und Ansbach, in den Flüge bis 100 Fuß (Tag) bzw. 500 Fuß (Nacht) sowie Außenlandungen gestattet sind.

Fußnoten

  1. Militärisches Luftfahrthandbuch der BRD, nicht einsehbar

Weblinks