Bahnhof Weißenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
  
Schon bald nach Eröffnung der Luwigs-Süd-Nord-Bahn von Lindau über Ausgburg (dort Anschluss aus München) - Donauwörth - Nördlingen - Pleinfeld - Nürnberg nach Bamberg, der erste Bayerische Fernbahn, kam der Wunsch nach einer direkten und damit auch schnelleren Verbindung zwischen Nürnberg und München auf. Nach langjährigen Planungen entschied der Bayerische Landtag schließlich am 24. September 1863 eine Strecke von Pleinfeld über Treuchtlingen - Ingolstadt nach München zu bauen, wenige Tage später unterzeichnete der Bayerische König Maximilian II. das entsprechende Baugesetz.  
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Schon bald nach Eröffnung der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn von Lindau über Augsburg (dort Anschluss aus München) - Donauwörth - Nördlingen - Pleinfeld - Nürnberg nach Bamberg, der erste Bayerischen Fernbahn, kam der Wunsch nach einer direkten und damit auch schnelleren Verbindung zwischen Nürnberg und München auf. Nach langjährigen Planungen entschied der Bayerische Landtag schließlich am 24. September 1863 eine Strecke von Pleinfeld über Treuchtlingen - Ingolstadt nach München zu bauen, wenige Tage später unterzeichnete der Bayerische König Maximilian II. das entsprechende Baugesetz.  
  
Nach weiteren Detailplanungen der Streckenführung erhielt die Generaldirektion der Eisenbahn im Januar 1867 den Bauauftrag und begann mit dem Erwerb der entsprechenden Grundstücke. Die meisten Bahnhofsgelände wurden im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts den verschiedenen Eisenbahngesellschaften von den Städten und Kommunen kostenlos überlassen mit der Auflage, auf diesen Flächen zum Wohle der Allgemeinheit Schienenverkehr und einen Bahnhof zu betreiben. Privatgrund wurde für wenig Geld aufgekauft, weigerten sich die Grundbesitzer wurden diese in der Regel kurzerhand enteignet. Auf dem Bahnhofsgelände entstanden dann auch die Bahnhofsgebäude.<ref>[http://www.robinwood.de/german/verkehr/bahn/Hintergrund%20Bahnhofsverkauf%20Presse.pdf Robin Wood e.V. Bahnhofsverkäufe der DB Ag ]</ref>
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Nach weiteren Detailplanungen der Streckenführung erhielt die Generaldirektion der Eisenbahn im Januar 1867 den Bauauftrag und begann mit dem Erwerb der entsprechenden Grundstücke. Die meisten Bahnhofsgelände wurden im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts den verschiedenen Eisenbahngesellschaften von den Städten und Kommunen kostenlos überlassen mit der Auflage, auf diesen Flächen zum Wohle der Allgemeinheit Schienenverkehr und einen Bahnhof zu betreiben. Privatgrund wurde für wenig Geld aufgekauft; weigerten sich die Grundbesitzer, wurden diese in der Regel kurzerhand enteignet. Auf dem Bahnhofsgelände entstanden dann auch die Bahnhofsgebäude.<ref>[http://www.robinwood.de/german/verkehr/bahn/Hintergrund%20Bahnhofsverkauf%20Presse.pdf Robin Wood e.V. Bahnhofsverkäufe der DB Ag ]</ref>
  
Bei den Bauarbeiten stieß man im Februar 1868 auf römische Altertümer, die weitere Ausgrabungen nach sich zogen. Am 6. April 1868 traf der erste Zug, von Pleinfeld kommend, in Weissenburg ein. Obwohl der Bahnhofsbau zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war verkehrten dennoch zunächst keine planmäßigen Züge da die Altmühlbrücke bei Treuchtlingen noch nicht fertig gestellt war und die damaligen Dampfloks in Weissenburg nicht wenden konnten. Ab September 1869 begannen schließlich Probefahrten auf der Gesamtstrecke Pleinfeld - Treuchtlingen, die mit der Endabnahme der Altmühlbrücke am 24. September endeten. Am 2. Oktober 1869 wurde schließlich die Strecke wie auch der Bahnhof Weissenburg feierlich eröffnet.
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Bei den Bauarbeiten stieß man im Februar 1868 auf römische Altertümer, die weitere Ausgrabungen nach sich zogen. Am 6. April 1868 traf der erste Zug, von Pleinfeld kommend, in Weißenburg ein. Obwohl der Bahnhofsbau zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war, verkehrten dennoch zunächst keine planmäßigen Züge da die Altmühlbrücke bei Treuchtlingen noch nicht fertig gestellt war und die damaligen Dampfloks in Weißenburg nicht wenden konnten. Ab September 1869 begannen schließlich Probefahrten auf der Gesamtstrecke Pleinfeld - Treuchtlingen, die mit der Endabnahme der Altmühlbrücke am 24. September endeten. Am 2. Oktober 1869 wurde schließlich die Strecke wie auch der Bahnhof Weißenburg feierlich eröffnet.
  
Badecker notierte damals in seinem Reisetagebuch "Der Bahnhof selbst ist schön gelegen, geräumig und ausnehmend geschmackvoll angelegt; herrliche Bosquets umgeben denselben, ein englischer Garten im Kleinen liegt in der Nähe; sogar ein plätschernder Springbrunnen bietet dem Auge ein erquickendes Bid."
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Baedeker notierte damals in seinem Reisetagebuch "Der Bahnhof selbst ist schön gelegen, geräumig und ausnehmend geschmackvoll angelegt; herrliche Bosquets umgeben denselben, ein englischer Garten im Kleinen liegt in der Nähe; sogar ein plätschernder Springbrunnen bietet dem Auge ein erquickendes Bild."
  
Das Bahnhofsgebäude ist ein für Franken typischer, mehrgeschossiger Sandsteinbau. Neben den beiden Durchgangsgleisen (2+3)waren einst auch zwei Überholgleise (1+4) vorhanden sowie mehrere Anschlussgleise ins Industriegebiet und an eine Güterhalle. An der Westseite schlossen sich mehrere Hinterstellgleise an. Die Abstell- und Anschlussgleise wurden mit der Zeit von der Bahn als überflüssig erachtet und gekündigt, ebenso wurde Gleis 1 entfernt. Somit ist der Bf Weissenburg heute nur noch Durchgangsbahnhof für den Nahverkehr.  
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Das Bahnhofsgebäude ist ein für Franken typischer, mehrgeschossiger Sandsteinbau. Neben den beiden Durchgangsgleisen (2+3) waren einst auch zwei Überholgleise (1+4) vorhanden sowie mehrere Anschlussgleise ins Industriegebiet und an eine Güterhalle. An der Westseite schlossen sich mehrere Hinterstellgleise an. Die Abstell- und Anschlussgleise wurden mit der Zeit von der Bahn als überflüssig erachtet und gekündigt, ebenso wurde Gleis 1 entfernt. Somit ist der Bf Weißenburg heute nur noch Durchgangsbahnhof für den Nahverkehr.  
 
2010 wurde mit Finanzmitteln der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums den Nahverkehr in Bayern plant und mit finanziert, ein Wetterschutzhäuschen auf Bahnsteig Gleis 2 errichtet und der Bahnhof mit einem Fahrgast-Informationssystem ausgerüstet, welches Fahrgäste über bspw. Verspätungen informiert. Finanziert wurden diese Maßnahmen durch Strafzahlungen der DB an die BEG für z.B. verspätete Züge.
 
2010 wurde mit Finanzmitteln der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums den Nahverkehr in Bayern plant und mit finanziert, ein Wetterschutzhäuschen auf Bahnsteig Gleis 2 errichtet und der Bahnhof mit einem Fahrgast-Informationssystem ausgerüstet, welches Fahrgäste über bspw. Verspätungen informiert. Finanziert wurden diese Maßnahmen durch Strafzahlungen der DB an die BEG für z.B. verspätete Züge.
  
Der Bahnhof Weissenburg markierte einst die Grenze zwischen den Bundesbahndirektionen Nürnberg und München.
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Der Bahnhof Weißenburg markierte einst die Grenze zwischen den Bundesbahndirektionen Nürnberg und München.
  
  

Version vom 14. November 2011, 20:21 Uhr

Der Bahnhof in Weißenburg

Mit dem Anschluß der Stadt Weißenburg an die Bahnstrecke Nürnberg–Ingolstadt-München im Jahr 1869 wurde am westlichen Ortsrand auch der Bahnhof Weißenburg eröffnet.

Geschichte

Schon bald nach Eröffnung der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn von Lindau über Augsburg (dort Anschluss aus München) - Donauwörth - Nördlingen - Pleinfeld - Nürnberg nach Bamberg, der erste Bayerischen Fernbahn, kam der Wunsch nach einer direkten und damit auch schnelleren Verbindung zwischen Nürnberg und München auf. Nach langjährigen Planungen entschied der Bayerische Landtag schließlich am 24. September 1863 eine Strecke von Pleinfeld über Treuchtlingen - Ingolstadt nach München zu bauen, wenige Tage später unterzeichnete der Bayerische König Maximilian II. das entsprechende Baugesetz.

Nach weiteren Detailplanungen der Streckenführung erhielt die Generaldirektion der Eisenbahn im Januar 1867 den Bauauftrag und begann mit dem Erwerb der entsprechenden Grundstücke. Die meisten Bahnhofsgelände wurden im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts den verschiedenen Eisenbahngesellschaften von den Städten und Kommunen kostenlos überlassen mit der Auflage, auf diesen Flächen zum Wohle der Allgemeinheit Schienenverkehr und einen Bahnhof zu betreiben. Privatgrund wurde für wenig Geld aufgekauft; weigerten sich die Grundbesitzer, wurden diese in der Regel kurzerhand enteignet. Auf dem Bahnhofsgelände entstanden dann auch die Bahnhofsgebäude.[1]

Bei den Bauarbeiten stieß man im Februar 1868 auf römische Altertümer, die weitere Ausgrabungen nach sich zogen. Am 6. April 1868 traf der erste Zug, von Pleinfeld kommend, in Weißenburg ein. Obwohl der Bahnhofsbau zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen war, verkehrten dennoch zunächst keine planmäßigen Züge da die Altmühlbrücke bei Treuchtlingen noch nicht fertig gestellt war und die damaligen Dampfloks in Weißenburg nicht wenden konnten. Ab September 1869 begannen schließlich Probefahrten auf der Gesamtstrecke Pleinfeld - Treuchtlingen, die mit der Endabnahme der Altmühlbrücke am 24. September endeten. Am 2. Oktober 1869 wurde schließlich die Strecke wie auch der Bahnhof Weißenburg feierlich eröffnet.

Baedeker notierte damals in seinem Reisetagebuch "Der Bahnhof selbst ist schön gelegen, geräumig und ausnehmend geschmackvoll angelegt; herrliche Bosquets umgeben denselben, ein englischer Garten im Kleinen liegt in der Nähe; sogar ein plätschernder Springbrunnen bietet dem Auge ein erquickendes Bild."

Das Bahnhofsgebäude ist ein für Franken typischer, mehrgeschossiger Sandsteinbau. Neben den beiden Durchgangsgleisen (2+3) waren einst auch zwei Überholgleise (1+4) vorhanden sowie mehrere Anschlussgleise ins Industriegebiet und an eine Güterhalle. An der Westseite schlossen sich mehrere Hinterstellgleise an. Die Abstell- und Anschlussgleise wurden mit der Zeit von der Bahn als überflüssig erachtet und gekündigt, ebenso wurde Gleis 1 entfernt. Somit ist der Bf Weißenburg heute nur noch Durchgangsbahnhof für den Nahverkehr. 2010 wurde mit Finanzmitteln der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), die im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums den Nahverkehr in Bayern plant und mit finanziert, ein Wetterschutzhäuschen auf Bahnsteig Gleis 2 errichtet und der Bahnhof mit einem Fahrgast-Informationssystem ausgerüstet, welches Fahrgäste über bspw. Verspätungen informiert. Finanziert wurden diese Maßnahmen durch Strafzahlungen der DB an die BEG für z.B. verspätete Züge.

Der Bahnhof Weißenburg markierte einst die Grenze zwischen den Bundesbahndirektionen Nürnberg und München.


Verkauf des Weißenburger Bahnhofs

Im Jahr 2001 (2004?) verkaufte die Deutsche Bahn AG über 500 Bahnhöfe, darunter auch der Weißenburger Bahnhof, an die Frankfurter Immobilienfirma "First Rail Property GmbH" (FRP). Als diese Ende 2005, Anfang 2006 in die Insolvenz ging, erwarb ein deutsch-britische Käufer-Konsortium die Bahnhöfe.

Auch der Weißenburger Bahnhof ist damit in den Besitz des Konsortium übergegangen. Es handelt sich dabei um die britischen Patron Capital Ltd, London, und die Procom Invest GmbH&Co aus Hamburg.[2][3]

Versuche der Stadt den Bahnhof zu erwerben

Die Stadt versucht bislang vergeblich in Verhandlungen mit der Main Asset Management GmbH, einer Tochter von Patron Capital mit Sitz im hessischen Dreieich, den Bahnhof zurückzukaufen.[4][5]

Fußnoten

Weblinks